Podcast: Food Fraud / Lebensmittelkriminalität

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Der Begriff Food Fraud – oder Lebensmittelkriminalität – ist seit dem Pferdefleischskandal immer wieder in den Medien zu finden. 
“Food Fraud” ist die absichtliche Täuschung von Verbrauchern durch die Verwendung von minderwertigen oder gefälschten Lebensmitteln, Zutaten oder Etiketten

Um das Bewusstsein für dieses Thema zu schärfen und mehr über Food Fraud zu erfahren, habe ich mit Dr. Andreas Müller diesen Food Fraud Podcast aufgenommen. Andreas ist Experte auf dem Gebiet der Lebensmittelsicherheit und hat umfangreiche Erfahrung in der Bekämpfung von Food Fraud. Zusammen diskutieren wir Arten von Food Fraud, Hintergründe für Food Fraud, mögliche Risiken und Auswirkungen. Und wir lernen, wie Unternehmen uns als Verbraucher vor Food Fraud schützen können. 

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Haben Sie Fragen zum Thema Food Fraud? Hier geben wir Ihnen Antworten auf die wichtigsten Fragen zu Food Fraud.

Was ist Food Fraud?

Food Fraud – oder Lebensmittelkriminalität – ist die absichtliche Täuschung von Verbrauchern. Eingesetzt werden zum Beispiel minderwertige Lebensmittel, gefälschte Lebensmittel, andere Zutaten oder Etiketten. Beispiele sind “Bio”-Produkte aus konventionellem Anbau oder Italienisches Olivenöl aus einem anderen Land.

Food Fraud liegt vor, wenn folgendes zutrifft: 

  • Gegen das Lebensmittelrecht der EU verstoßen wird.
  • Die Täuschung absichtlich stattfindet.
  • Die Zielsetzung des Täuschers wirtschaftlicher Gewinn ist.
  • Der Kunde getäuscht wird.

Quelle: Knowledge Centre for Food Fraud and Quality der EU

Welche Arten von Food Fraud gibt es?

  • Verdünnung – Mischen einer flüssigen Zutat von hohem Wert mit einer Flüssigkeit von geringerem Wert.
  • Substitution – Ersetzen einer hochwertigen Zutat oder eines Teils des Erzeugnisses durch eine andere Zutat oder einen Teil des Erzeugnisses von geringerem Wert.
  • Verschleierung – Verheimlichung der schlechten Qualität von Lebensmittelzutaten oder Produkten.
  • Falsche Etikettierung – Anbringung falscher Angaben auf der Verpackung zum wirtschaftlichen Vorteil.
  • Nicht zugelassene Zusätze – Zugabe unbekannter und nicht deklarierter Stoffe zu Lebensmitteln, um die Qualitätseigenschaften zu verbessern.
  • Fälschung – Nachahmung des Markennamens, des Verpackungskonzepts, der Rezeptur, der Verarbeitungsmethode usw. von Lebensmitteln zur Erzielung eines wirtschaftlichen Gewinns.
  • Graumarktproduktion/-diebstahl/-abzweigung: Verkauf überschüssiger, nicht gemeldeter Produkte.

Was müssen Unternehmen tun, um Food Fraud zu verhindern?

Lebensmittelunternehmen müssen ein funktionierendes System einführen, das Food Fraud vorbeugt, erkennt und verhindert. Vorgaben für dieses System gibt es in vielen Standards, wie zum Beispiel beim IFS Guideline Product Fraud Mitigation. Der Fokus liegt – wie bei HACCP – in der Analyse der Risiken und der Einführung von Maßnahmen, um diese zu beherrschen. Das folgende Vorgehen ist üblich: 

  1. Festlegen, wie die Food Fraud Risikoanalyse durchgeführt werden soll – also die Arbeitsweise, Formblatt und ähnliches bestimmen.
  2. Rohwaren erfassen. Das betrifft nicht nur die Lebensmittel, sondern auch die Verpackungsmaterialien. Auch Dienstleistungen können mit aufgenommen werden.
  3. Durchführung der Risikobewertung und Festlegung der Korrekturmaßnahmen
  4. Festlegung von Kontrollen und Analysen
  5. Durchführung der Kontrollen und Analysen; bei Auffälligkeiten: Maßnahmen festlegen, Umsetzung und prüfen
  6. Wirksamkeit der Maßnahmen prüfen
  7. Jährliche Aktualisierung der Analyse, bei Bedarf häufiger

Eine Vorlage für Ihre Food Fraud Analyse, Tipps zum Vorgehen und Antworten auf Ihre Fragen erhalten Sie in unserer Food Fraud Schulung mit Dr. Andreas Müller und Jennifer Ziegler.

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