Food Defense bezeichnet alle Maßnahmen, die Lebensmittel und Produktionsprozesse vor absichtlicher Manipulation schützen – etwa durch Sabotage, Erpressung, Vandalismus oder terroristisch motivierte Kontamination. Im Unterschied zur klassischen Lebensmittelsicherheit nach HACCP geht es also nicht um unbeabsichtigte Gefahren, sondern um vorsätzliche Handlungen von innen oder außen. Abzugrenzen ist Food Defense außerdem von Food Fraud, bei dem wirtschaftliche Motive im Vordergrund stehen.
Grundlage ist eine Bedrohungsanalyse (häufig als TACCP – Threat Assessment Critical Control Points – bezeichnet). Darauf aufbauend werden Schutzmaßnahmen festgelegt, zum Beispiel Zugangskontrollen, Besuchermanagement, Verplombung von Tanks und Transporten, Schutz sensibler Bereiche, Mitarbeitersensibilisierung und Maßnahmen bei verdächtigen Beobachtungen. Wie Sie eine solche Analyse aufbauen, zeigt unsere Food Defense-Schulung; ein Praxisbeispiel liefert die Referenz HACCP- und Food-Defense-Schulungen bei Hengstenberg.
Food Defense ist Pflichtbestandteil von IFS, BRCGS und FSSC 22000. Kommt es dennoch zu einem Vorfall, greift das Krisenmanagement. Ergänzend kann ein niedrigschwelliger Meldeweg helfen, etwa über unsere Seite Melde mögliche Fremdkörper.
